ENGLISH / DEUTSCHE
THE STUDENTS' CARD
In May 1997 the Ministry of Education and Culture issued an invitation to tender for the production of credit card shaped centrally managed student card, uniform throughout the country. On the basis of the one million applications forms submitted by July 1998, by December the winner produced the cards and in the course of 1999 all primary, secondary and higher education students were supplied with student cards.
The pilot run of the student card, which provided electronic identification and aid in the management of business transaction started at the universities of Pécs. 15 thousand higher education cards with microprocessors were issued for the project for the scholar year of 1997/98.
The parts of the legislation on education relating to the central registers and information systems provide the statutory background for the system. Together and supplementing each-other the central register on natural entities and the electronic identification and authentication solutions can provide a suitable basis for the educational administration and for the value added services. According to Government decree 17/2005. (II.8.) on the students´ card - currently in force - in order to accommodate electronic transactions about 5000 public education institutions and 66 higher education institutions needed to set-up infrastructure suitable to accept cards.
The students´ card is an ID1 sized plastic card containing the photograph, signature, family and given name, place and date of birth, address or address of dwelling and nationality of the bearer, as well as the unique identifier of the card, the data of the educational institution(s), a small figure, so called pictogram representing type of enrolment (full-time, night course, course by correspondence or distance training), the day of issue, the 10 digits unique identifier of the card and the student identification number established by the legislation. These data are entered into the card by leaser engraving technology. The permanent, higher education student card is also equipped with an electronic circuit, a chip.
The higher education students´ card was the first document used for electronic identification and the certification of entitlements, listed in the attachment of Government decree 86/1996. (VI. 14.) on the protection of security documents as a document of category "B". Certain main components of the category "B" security documents must be protected against falsification with suitable chemical, technical, technological and administrative methods.
The students´ cards are issued by the Ministry of Education and Culture and the practical activities relating to the use of the chips on the cards and the technology transfer tasks are carried out by its background institution, Educatio Kht. The Hungarian students´ card can be used for identification, for the verification of the legal status and also to make use of travel, cultural and commercial benefits.
About 1.6 million cards are used in public education and close to 400 thousand in higher education; the number of cards replaced and issued every year is around 300 thousand. The cards, supplemented with non-contact module stickers are becoming increasingly popular for physical access control.
GESCHICHTE DES STUDENTENAUSWEISES IN UNGARN
Studentenausweisus Neanderthalensis
Das staatliche Studentenausweis-System in Ungarn reicht lange Jahre zurück. Vor 1998 war ein kleines Papierheft im Gebrauch, auf dessen Außenseite das Passbild des Studenten und sein Name aufgeklebt, beziehungsweise auch Angaben zu dessen Schule angeführt waren. Die Innenseiten dienten dazu, Fahrtermäßigungen in Anspruch zu nehmen und bewiesen durch den angebrachten Schulstempel das Lehrverhältnis des Studenten.
Dieses Heft konnte, vor allem der Stempel. sehr leicht gefälscht werden. Außerdem konnte das meist in der Tasche getragene Papierheft leicht zerreißen, wurde beim Waschen zerstört und unbrauchbar.
Der Studentenausweis aus Plastik erblickt das Licht der Welt
Wegen der vorab genannten Probleme beschlossen die Zuständigen, den alten Ausweis, der - je mehr man sich der Jahrtausendwende näherte - immer veralteter erschien, gegen einen neuartigen auszutauschen. Eine moderne Verwaltung braucht auch moderne Urkunden, die man nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten missbrauchen kann, die haltbar und von guter Qualität sind.
Das Ministerium für Bildung (beziehungsweise damals Ministerium für Kultur und Öffentli-che Bildung) gab 1997 eine öffentliche Ausschreibung zum Thema -Herstellung von Studen-tenausweisen aus, auf die zahlreiche Bewerbungen eingingen. Unter diesen Angeboten ging die gemeinsame Bewerbung der Unternehmen Compuworx GmbH. und Staatlichen Druckerei AG als Gewinner hervor. Mit dem Sieger schloss das zuständige Ministerium am 24. Novem-ber 1997 einen Rahmenvertrag ab.
Der neue Studentenausweis ist nun eine Plastikmarke in der Größe einer Kreditkarte, auf dem das Passbild des Inhabers, dessen Unterschrift und Personaldaten, die Nummer des Personal-ausweises, die Daten der/s Bildungsinstitute/s, sowie die Art des Studiums (z.B. Direktstudi-um) mit Laserstrahl eingraviert werden. Zum Ausweis für Hochschulstudenten wurde auch noch ein goldfarbener Chip angefertigt. Damit war der ungarische Studentenausweis der Hochschulinstitute weltweit die erste landesweit benutzte, als Urkunde der Kategorie "B" geltende Mikroprozessorkarte.
Unter den Universitäten machten zuerst die Pécser Studenten im breiteren Kreis Bekannt-schaft mit dieser intelligenten Karte, als Compuxwort dieses UniChipZ-System erstellten. Es ist ein elektronischer Studentenausweis und Informationssystem in Einem. Vom Studienjahr 1997/1998 an gab die "JPTE" Janus Pannonius Universität der Wissenschaften Pécs für die Studenten der Fakultäten Wirtschaftswissenschaft, Staats- und Rechtswissenschaft, Human-wissenschaft, Naturwissenschaft, Technik und Kunst, sowie die Universität für Medizin Pécs für die Studenten der Fakultäten Allgemeinmedizin, beziehungsweise der Medizinische Hochschule insgesamt 15.000 solche Ausweise aus.
Die ersten Plastikkarten werden fertig gestellt
Planmäßig wurde ein vollständiger Tausch der Studentenausweise vorgenommen, was die Fertigstellung von nahezu 2 Mio. Karten bedeutete. Bis Oktober 1998 kamen 200.000, bis zum Weihnachtsfest mehr als 1 Mio. Ausweise zu ihrem Besitzer. Inzwischen begann die Öffentlich-rechtliche Gesellschaft Studentenbonus, eine Institution, die in den Mehrheitsbe-sitz des Bildungsministeriums gehört, mit dem Ausbau eines Systems, damit mit der neuen Karte Handelsermäßigungen in Anspruch genommen werden können.
Gleichzeitig mit dem Erscheinen des neuen Studentenausweises wurde die Regierungsverord-nung Nr. 30/1999 (II.15.) "Studentenausweis", sowie die Verordnung des Bildungsministeri-ums Nr. 15/199 (III.24.), das detaillierte Verfahren festhaltende, Ordnung der Herstellung, Vergabe und Verzeichnisses der Studentenausweise, ausgegeben. Diese beiden Rechtsverord-nungen wurden seitdem mehrfach modifiziert und im Jahr 2005 von einer neuen, einheitlichen Regierungsverordnung abgelöst.
Damit ein Student bei Verlust, Beschädigung, Ablauf des Ausweises bis zur Ausgabe eines neuen Studentenausweises die Ermäßigungen in Anspruch nehmen kann, muss ein provisori-scher Studentenausweis ausgestellt werden. Diese Urkunde besteht aus zwei Teilen: eine Plas-tikkarte, die farblich identisch mit der des Studentenausweises für Allgemeinbildung ist, auf der die Daten des Bildungsinstitutes mit Laser eingraviert sind und einem Personalblatt, das die Daten des Studenten enthält. Der provisorische Studentenausweis ist momentan 60 Tage lang zur Inanspruchnahme der Ermäßigungen geeignet, aber bei Notwendigkeit kann die Gül-tigkeitsdauer verlängert werden.
Neue Verfahrensordnung im Jahr 2003
Bis 1999 erhielt jeder seinen Studentenausweis. In den Jahren nach der Einführung des neuen Systems trafen wir auch auf einige nicht voraussehbare Schwierigkeiten. So zum Beispiel die Möglichkeit zum Missbrauch der Gültigkeitsmarke, es fehlt ein einheitliches Verzeichnis, weil die Ausweise der Hochschulstudenten im September beansprucht werden, verschiebt sich die Herstellung der Ausweise bis an das Jahresende.
Das Bildungsministerium und Begleitinstitutionen, die EDUCATIO Öffentlich-rechtliche Gesellschaft Gesellschaftsleistungen und die Öffentlich-rechtliche Gesellschaft Studentenbo-nus arbeiteten zur Lösung der oben genannten Probleme die Basis eines neuen Ausgabesys-tems aus. Das neue Verfahren wurde 2003 eingeführt.
Das wichtigste Einzelteil der Änderung war wohl, dass die Bewerber für das Hochschulstudi-um bereits im Anmeldezeitraum den Studentenausweis beantragen können. Das ging so von-statten, dass sie per Post anhand der auf dem Bewerbungsformular angegebenen Daten einen vorab ausgefüllten Antrag für den Studentenausweis erhielten, den sie - wenn sie einen Stu-dentenausweis erhalten wollten - mit einem Passbild versehen, unterschreiben und dann an den ebenfalls 2003 ins Leben gerufenen Kundendienst für Studentenausweise schickten. Der dem Antrag beiliegende Scheck musste erst dann eingezahlt werden, wenn sie die Mitteilung ihrer erfolgreichen Aufnahme erhielten. Dank dieses Verfahrens erhie
